Historie

16. Juli 2016

Ausflug nach Stuttgart

Vorabbesichtigung im Weltkulturerbe
Aktueller hätten die Freundinnen und Unterstützerinnen der Frauenliste "Frauen in den Kreistag" ihre Sommer-Exkursion nicht planen können. Ziel war das Le Corbusier-Haus in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung, seit letztem Sonntag mit dem Titel "Weltkulturerbe" der Unesco geschmückt. Das immer noch hochmoderne Zwei-Familienhaus und die übrigen Ikonen der modernen Architektur in der Siedlung von 1927 gaben Anlass zu interessanten Diskussionen über neue Wohnformen. Aber auch die Ereignisse in der Türkei und die Planungen um die Krankenhäuser in Landkreis Freudenstadt beschäftigen die politisch interessierte Frauenrunde, die ihr Besuchsprogramm mit der Stadtbibliothek und den angrenzenden Konsumtempeln abrundete.


25. Juni 2015

Vereinsgründung

Frauenliste wird jetzt Verein Freudenstadt/Glatten - Das Wahlbündnis "Frauen in den Kreistag", das bei der Kreistagswahl im vergangenen Jahr erfolgreich zwei Frauen in den Kreistag von Freudenstadt gebracht hat, will sich weiter politisch engagieren und bei der nächsten Kreistagswahl an den Erfolg anknüpfen. Darum haben die politisch interessierten Frauen jetzt einen Verein gegründet, um dem Wahlbündnis eine festere Struktur zu geben. Bei der Gründungsversammlung erinnerte Monika Stelzer-Podschwadt an die ersten Überlegungen im Frauennetzwerk bereits im Jahr 2010, eine Frauenliste zu gründen. Im Juli 2013 ging es dann richtig los mit Namensfindung, Logo und Wahlwerbung. Ohne die großartige Unterstützung der vielen Frauen, die sich auf den Wahllisten zur Verfügung gestellt haben und ihren Einsatz wäre das Wahlergebnis nicht möglich gewesen. Nun wolle man sich aber nicht auf den Erfolgen ausruhen, sondern weiter arbeiten, um den Frauenanteil im Kreistag weiter zu heben.
Martina Kober, die die Gründungsversammlung leitete, stellte die gemeinsam erarbeitete Satzung vor.  Der Verein wird ins Vereinsregister eingetragen und ist spendenberechtigt. Als Jahresbeitrag werden 24 Euro erhoben, ermäßigt für Schülerinnen und Studentinnen 12 Euro. Auch Männer können Mitglied werden, allerdings nur Fördermitglied.
In den Vorstand wurden einstimmig gewählt: Martina Kober, erste Vorsitzende, Monika Stezer-Podschwadt zweite Vorsitzende, Schriftführerin Ursula Mertzig-Stein, Kassiererin Melanie Heinzelmann. Beisitzerinnen sind Nurcan Dogan, Monika Kranz und Brigitte Ohagen.  Als Kassenprüferinnen stehen Martina Grebe und Beate Beilharz dem Verein zur Verfügung. Sitz des Vereins ist Freudenstadt.
Im Anschluss an die Gründung des Vereins gingen die politisch interessierten Frauen gleich wieder an die Arbeit. Kreisrätin Martina Lachenmaier berichtete von der beeindruckenden Reise in die polnische Partnerschaftsregion. Ausserdem bleiben die Frauen sowohl am Thema Asyl als auch an der Kontaktstelle Frau und Beruf "dran".

Schon fröhlich an der Arbeit, die politisch interessierten Frauen der Frauenliste. Von links Schriftführerin Ursula Mertzig-Stein, Beisitzerin Nurcan Dogan, zweite Vorsitzende Monika Stelzer-Podschwadt, Beisitzerin Brigitte Ohagen, Kreistagsfrau Martina Lachenmaier, erste Vorsitzende Martina Kober, Beisitzerin Monika Kranz und Kassiererin Melanie Heinzalmann.

11. April 2015

Frauenliste beim Hofgespräch

Lossburg - 24 Höfe - Die Unterstützerinnen de Wahlbündnisses "Frauen in den Kreistag" waren bei Beate Beilharz, Milchbäuerin auf dem Eichhof in 24 Höfe, zum "Hofgespräch". Nach der Besichtigung von Stall, Scheune und Maschinenpark liessen sich die politisch interessierten Frauen von Beate Beilharz erläutern, wo die Milchbauern in der Region der Schuh drückt. Zum 1.April ist nach 30 Jahren die Milchquote gefallen. Jetzt rechnen die Bauern mit weiter verschärftem Wettbewerb. Der Milchpreis, der bei 50 Cent je Liter auskömmlich wäre. liegt weit darunter und werde wohl auch in absehbarer Zeit nicht steigen. Das zwinge die Bauern zu weiter steigenden Milchviehbeständen, obwohl eigentlich weniger mehr wäre. Beate Beilharz ist auch von der Politik und den Verbänden enttäuscht. "Die haben wohl nur die möglichst niedrigen Lebensmittelpreise zur Versorgung der Bevölkerung im Sinn", mutmaßt die Landfrau. Dabei sorgt Beate Beilharz mit ihren Käsesorten vom Eichhof, die sie in Zusammenarbeit mit der Sennerei auf Achse erzeugt und auf Märkten in der Region verkauft, für eine besonders wohlschmeckende Versorgung. Die Teilnehmerinnen der Frauenliste zeigten sich beeindruckt vom Einblick in die bäuerliche Praxis mit ihren strikten Zeitrahmen: täglich zweimal drei Stunden Melken, 365 Tage im Jahr. Und genossen die köstlichen Produkte, die Beate Beilharz daraus zaubert.

Die Vertreterinnen der Frauenliste beim Hofgespräch. Beate Beilharz (Zweite von rechts) mit Gerda Müller-Häcker (rechts), Monika Stelzer-Podschwadt (Mitte), Melanie Heinzelmann und Ursula Mertzig-Stein.
(Foto Martina Kober)

22. März 2015

Wer Streit hat, bleibt draußen

Freudenstadt - Im Rahmen der Frauenwochen haben das Frauennetzwerk Region Freudenstadt und die Alevitische Gemeinde zum Vortrag von Nurcan Dogan zur "Rolle der Frau im Alevitentum" eingeladen. Dogan, Geschäftsfrau aus Dornstetten und Mutter von drei Kindern, berichtete ihren Zuhörerinnen von der toleranten, weltoffenen Glaubenslehre dieser vorislamischen Bewegung. Einvernehmen miteinander, Gleichberechtigung der Geschlechter, Respekt vor anderen, Bildung für Frauen und Männer, Ablehnung von Gewalt - diese Regeln fanden die Netzwerkerinnen sehr vertraut. Gleichwohl erfahren die Aleviten in ihrer anatolischen Heimat Gewalt und Verfolgung. "Wir leben hier viel freier als in der Türkei", betonte Nurcan Dogan. Mehr als 15 Millionen Aleviten leben in der Türkei, rund 800.000 in Deutschland. Sie kamen vor mehr als 20 Jahren als Gastarbeiter hierher und haben sich sehr gut integriert. Von den fast 500 Aleviten in der Region Freudenstadt gehören über 100 der Alevitischen Gemeinde e.V. an. Sie setzen sich auch für alevitischen Religionsunterricht in deutscher Sprache ein, der seit 2012 auch an der Hartranft-Grundschule offizielles Schulfach ist. Der Grundsatz, dass zerstrittene Ehepartner, Nachbarn oder Freunde nicht an den religiösen Veranstaltungen teilnehmen dürfen, so lange bis der Konflikt beendet ist, fanden die Netzwerkerinnen beeindruckend, ebenso den Grundsatz "Ein Weg ohne Bildung führt in die Finsternis" des Weisen Hünkar Bektas Veli.
Zum 20jährigen Jubiläum der Alevitischen Gemeinde Freudenstadt findet am 9.Mai 2015, ab 16 Uhr im Kurhaus Freudenstadt ein Festakt statt mit Musik und Tanz und reichhaltigem Programm. Eintritt: 10 Euro. Interessierte Freudenstädter sind herzlich willkommen. Das Alevitische Kulturzentrum in der Hirschkopfstraße 22/1 mit einem großen Konferenzraum für je nach Bestuhlung bis zu 50 Personen mit Bewirtungsmöglichkeit kann auch angemietet werden. Kontakt über Tel. 07441/951676.

20. März 2015

Equal-Pay-Day in Freudenstadt

Bei strahlendem Sonnenschein und dem besonderen Spektakel der partiellen Sonnenfinsternis hat das Frauennetzwerk Region Freudenstadt auf dem Marktplatz an den Equal Pay Day erinnert. Dieser Tag - in diesem Jahr der 20. März - markiert das Datum, bis zu dem Frauen länger arbeiten müssen, um die Entgeltlücke gegenüber ihren männlichen Kollegen auszugleichen, die diesen Betrag bereits am Jahresende 2014 verdient hatten. Wieder hatte das Frauennetzwerk mit Kaffee und Kuchen Gesprächspartnerinnen angelockt und viele interessante Kontakte geknüpft. Auch die Frauenliste "Frauen in den Kreistag", die aus dem Frauennetzwerk hervorgegangen ist, hatte wieder einen gelungenen Auftritt.
(Foto: Stelzer-Podschwadt)

25. Januar 2015

Winterwanderung zur Berghütte Lauterbad

Die Frauenliste „Frauen in den Kreistag“ hat eine Wanderung durch den verschneiten Winterwald von Freudenstadt zur Berghütte Lauterbad unternommen. Mehr als ein Dutzend gut gelaunte und politisch interessierte Frauen waren dabei. Neben politischen Diskussionen über Kreis-, Landes- und Bundespolitik kamen das gegenseitige Kennenlernen und der persönliche Austausch in gemütlicher Runde nicht zu kurz. Mit dieser Wanderung hat die Frauenliste ihr Jahresprogramm eröffnet. Grundsätzlich sind zu allen Veranstaltungen alle Interessierten eingeladen. Infos der „Frauen in den Kreistag“ gibt es auf der Homepage und auf Facebook.

  

Kreisrätin Martina Lachenmaier (Dritte von links) mit ihren Mitstreiterinnen. (Foto: Beate Gernsheimer)

  





In geselliger Runde mit Kreisrätin Martina Lachenmaier (Vierte von links). (Foto: Beate Gernsheimer)

 


24. Januar 2015

Regionaltreffen des Dachverbands der Frauenlisten Baden-Württemberg e.V. in Walddorfhäslach

Im Walddorhäslacher Dorfgemeinschaftshaus, dort wo sonst standesamtliche Trauungen und Besprechungen der Verwaltung stattfinden, war jeder Stuhl besetzt. Die Delegationen aus den verschiedenen Frauenlisten aus Appenweier, Alpirsbach, Berkheim, Engstingen, Herrenberg, Kirchheim/Teck, Langenbrettach, Rottweil, Seewald, Walddorfhäslach und Winterlingen diskutierten beim Regionaltreffen der baden-württembergischen Frauenlisten ganz intensiv über das Thema, wie man vor allem junge Frauen dazu bringen kann, sich für die Kommunalpolitik zu interessieren.

Wie vielfältig die Fragestellung war, zeigten die zahlreichen Diskussionsbeiträge aus dem Plenum. Sowohl langjährige Gemeinderätinnen berichteten über die Kontakte mit jungen Frauen und die Vorbildfunktion, die jeder Frau in der politischen Öffentlichkeit zukommt. Die jungen Teilnehmerinnen erläuterten, dass am Image der Frauenlisten gearbeitet werden muss, aber auch weiterhin gute Öffentlichkeitsarbeit gemacht werden muss. Jungen Mitstreiterinnen klar machen, dass es in der Kommunalpolitik nicht nur um Kinderbetreuung geht. Man muss den Inhalt der Gemeinderatssitzung verstehen und sich interessieren, was in der Gemeinde passiert. Dies alles geht in der Gruppe besser, und der Spaß gehört hier ebenfalls mit dazu.

Warum Kommunalpolitik in der Schule kaum beachtet wird, verstehen einige der Frauen nicht, denn viele können aus ihren eigenen Erlebnissen in Familie und Umfeld berichten, dass die Jugendlichen die Wahrnehmung für die aktuellen Themen direkt in der Gemeinde brauchen, um sich gut im Leben zurecht zu finden. Dass Grundsteine bereits im Kindergarten gelegt werden, erläutert die Schriftführerin des Dachverbandes, Trudy Zeeb-Mosig als ehemalige Erzieherin. Aber auch das Elternhaus kann Vorbildfunktion übernehmen.

Nach dem Austausch bei Kaffee und leckeren selbstgebackenen Kuchen ging es mit der Fragestellung „Was erwarten die Frauenlisten vom Dachverband“ in medias res. Hier konnte die Präsidentin Susanne Berger bereits große Aufgabenstellungen als abgearbeitet darstellen. So gibt es seit ein paar Jahren einen Sitz im Landesfrauenrat. Die Webseite gibt Aufschluss über die Mitglieder und die Satzung des Dachverbandes der baden-württembergischen Frauenlisten http://www.frauenlisten-dachverband.de . Als weitere Aufgabenstellung soll eine Liste mit Referentinnen zu den unterschiedlichsten kommunalpolitischen Themen aufgebaut werden. Aber auch ein Ideenpool soll weiter ausgebaut werden. Der persönliche Austausch soll bei Veranstaltungen wie dem Regionaltreffen, der Hauptversammlung oder dem jährliche Kongress weiter ausgebaut werden. Die nächsten Termine sind im 24. April 2015 die Hauptversammlung in Langenbrettach und der Bundeskongress der Frauenlisten in Kirchheim/Teck Anfang Oktober 2015. 

 Vertreterinnen der Frauenlisten in Baden-Württemberg beim Regionaltreffen in Walddorfhäslach. Unter ihnen Monika Stelzer-Podschwadt von der FrauenListe Seewald (2. Reihe, 2. v.r.) und Anita Frank von der Frauenliste Alpirsbach (3. Reihe, 2. v.l.). (Foto: Anita Frank)


22. Oktober 2014

Regionalverband Nordschwarzwald

Am 22. Oktober wurde Martina Kober als Regionalrätin der Wählervereinigung „Frauen in den Kreistag“ im Regionalverband Nordschwarzwald verpflichtet. Unser Bild zeigt sie bei der Stimmabgabe zur Wahl des Verbandsvorsitzenden.


Mit Martina Kober hat die Frauenliste mit den beiden Kreisrätinnen Bärbel Altendorf-Jehle und Martina Lachenmaier nunmehr drei aktive Kommunalpolitikerinnen. 

(Foto: Schwarzwälder Bote, Nagold)

 

14. Juli 2014

Verpflichtung der neuen Kreisrätinnen

Bärbel Altendorf-Jehle und Martina Lachenmeier sind jetzt Vertreterinnen des gesamten Landkreises.

 

Martina Lachenmeier und Bärbel Altendorf-Jehle mit dem Landrat Dr. Klaus Michael Rückert bei der Unterschrift zur Verpflichtung als Kreisrätinnen. (Foto: Schwarzwälder Bote)


28. Juni 2014

Unverzichtbare Frauenlisten

Dachverband baden-württembergischer Frauenlisten hält bei seiner Mitgliederversammlung in Freudenstadt Forderung nach einem Paritégesetz aufrecht.

Der Dachverband Frauenlisten Baden-Württemberg hat am Samstag, 28. Juni, in Freudenstadt seine Hauptversammlung abgehalten. 20 kommunalpolitisch aktive Frauen unterschiedlicher Frauenlisten aus dem ganzen Land waren gekommen. Dankenswerterweise haben die Frauen der Alevitischen Gemeinde Freudenstadt ihre Räume für die Tagung zur Verfügung gestellt und die Teilnehmerinnen köstlich bewirtet.

Freudenstadt. Die Präsidentin des Dachverbands, Susanne Berger (Frauenliste Berkheim) betonte, dass der Aufruf des Dachverbands „Frauen macht Kommunalpolitik“ aktueller denn je sei. Leider habe sich auch nach der Kommunalwahl 2014 nicht viel am Frauenanteil in den Kommunalparlamenten geändert. Laut einer Erhebung des Statistischen Landesamts beträgt der Frauenanteil in den Gemeinderäten jetzt 23,9 Prozent und in den Kreistagen 18,9. „Damit können wir nicht zufrieden sein“, so Berger.

Unter den Vertreterinnen der anwesenden Frauenlisten aus Berkheim, Herrenberg, Waldorfhäslach, Freudenstadt, Alpirsbach, Seewald, Kehl und Kirchheim entstand ein reger Austausch über den zurückliegenden Wahlkampf. Während die Frauenliste Seewald (Gemeinderat) und die Wählervereinigung Frauen in den Kreistag im Landkreis Freudenstadt von beachtlichen Ergebnissen berichten konnten, war auch von stagnierenden oder schlechteren Wahlergebnissen die Rede.

Martina Kober, die die Gäste seitens der Kreistags-Frauenliste im Landkreis Freudenstadt im Alevitischen Kulturzentrum willkommen hieß, sprach von einem „superguten“ Ergebnis. Trotz kurzer Vorlaufzeit und einer nicht ganz gefüllten Wahlliste habe man zwei Mandate im Freudenstädter Kreistag errungen. Als Erfolg wertete sie auch, dass sich der Frauenanteil kreisweit in den Kommunalparlamenten um acht Prozent erhöht habe.

Oft erhöhe sich der Frauenanteil in Gemeinderäten und Kreistagen erst mit Frauenlisten, so Susanne Berger. Deshalb seien diese unverzichtbar. Von den landesweit 27 Frauenlisten auf Gemeinderatsebene und zwei Frauenlisten auf Kreistagsebene sind 15 Mitglieder im Dachverband. Es ist sein Ziel, möglichst viele Frauenlisten im Dachverband zu organisieren. Er sieht seine Aufgabe auch darin, Frauenlisten bei der Gründung zu unterstützen.

Neben der jährlichen Mitgliederversammlung sind ein Regionaltreffen (2013 in Heddesbach) und ein Bundeskongress (2013 in Kehl) die jährlichen Fixtermine zum Gedankenaustausch. Traditionsgemäß ist der Weltfrauentag/Weltmädchentag am 8. März und der Equal Pay Day (Tag, meist im März, bis zu dem berufstätige Frauen aufs Jahr gerechnet umsonst arbeiten müssen, um genauso viel zu verdienen, wie Männer im Vorjahr) wichtige Aktionstermine im Jahr.

Politisch will sich der Dachverband baden-württembergischer Frauenlisten für ein Paritégesetz nach französischem Vorbild einsetzen. Diesbezüglich wolle man die Grünen-Abgeordnete Brigitte Lösch nicht aus der Pflicht lassen. Sie hatte sich beim zurückliegenden Bundeskongress in Kehl für ein Paritégesetz ausgesprochen. Es schreibt vor, Listenplätze auf Wahlvorschlägen nach dem Reißverschlussprinzip und zu gleichen Teilen mit Frauen und Männern zu besetzen. Wegen verfassungsrechtlicher Bedenken hat die grün-rote Landesregierung bei der Änderung des Kommunalwahlgesetzes, im Mai 2013, nur eine Sollbestimmung zur paritätischen Besetzung der Wahllisten erlassen.

In Vertretung des Freudenstädter Oberbürgermeisters hieß die Hauptamtsleiterin der Stadt, Christine Kullen, die Gäste in Freudenstadt willkommen. Sie machte den Frauen Mut, sich auch weiterhin politisch zu engagieren. „Es lohnt sich und wir brauchen Sie“, sagte Kullen.

Frauenlisten aus ganz Baden-Württemberg zu Gast in Freudenstadt. Unter ihnen die Kreisrätin Martina Lachenmaier aus Eutingen von der Frauenliste "Frauen in den Kreistag". (Foto: Nurcan Dogan)


27. Mai 2014

Strahlende Gesichter bei der Wahlparty
Wahlbündnis "Frauen in den Kreistag" mit zwei Kandidatinnen erfolgreich

Landkreis Freudenstadt - Das Wahlbündnis Frauen in den Kreistag hat gestern Abend in Dornstetten seine beiden neuen Kreisrätinnen gefeiert. Bärbel Altendorf-Jehle vom Wahlbezirk I wurde mit 1816 Stimmen und Martina Lachenmaier vom Wahlkreis II  mit 1662 Stimmen in den Kreistag gewählt. Mit den beiden freuten sich Martina Kober, die übrigen Kandidatinnen und die Mitglieder des Frauennetzwerks Freudenstadt, die gemeinsam das Wahlbündnis vor zehn Monaten auf die Beine gestellt hatten. "Bei unserem geringen Budget und dem trotzdem auffallenden Wahlkampf können wir mit diesen Erfolg sehr zufrieden sein", betonte Martina Kober. Das Wahlbündnis will den beiden Kreisrätinnen weiter Rat und Unterstützung bieten. Bärbel Altendorf-Jehle und Martina Lachenmaier bedankten sich für die Unterstützung im Wahlkampf und bei den Wählerinnen und Wählern, die der Frauenliste mit knapp 20000 Stimmen  5,9 Prozent der abgegebenen Stimmen gegeben hatten. Diesen Vertrauensvorschuss wollen die beiden Frauen sich im Kreistag erarbeiten. Und da sind sie ja jetzt erfreulicherweise nicht allein, denn die beiden bisherigen Kreisrätinnen von CDU und FDP sind wiedergewählt worden. Dass die Frauenliste keinen Fraktionsstatus erreicht hat (ab drei Räten), ist leicht zu verschmerzen, denn Kooperationsangebote von anderen Parteien liegen bereits vor. Und insgesamt hat der Frauenpower-Wahlkampf dazu geführt, dass der Frauenanteil in den Gemeindeparlamenten um knapp acht Prozent gestiegen ist.

Strahlende Gesichter bei den Kandidatinnen der Frauenliste "Frauen in den Kreistag": Bärbel Altendorf-Jehle und Martina Lachenmaier ziehen in den Kreistag Freudenstadt ein, Martina Kober mit dem drittbesten Ergebnis wird sich für einen Sitz im Regionalverband Nordschwarzwald bewerben (von rechts). (Foto: Beate Gernsheimer)


24. Mai 2014

Die letzte Aktion vor der Wahl

Die letzte Aktion vor der Wahl am Samstag auf dem Marktplatz in Freudenstadt mit dem Flohmarktstand hat unsere Wahlkampfkasse gestärkt. Wir bekommen keine Steuermittel, sondern bezahlen unseren Wahlkampf sebst. Alles finanziert aus Spenden und Eigenmitteln.

Vielen Dank an die fleißigen Helferinnen Ursula Walter, Monika Stelzer-Podschwadt, Gerda Müller-Häcker und Melanie Heinzelmann (von links)!

(Foto: Beate Gernsheimer)

 

23. Mai 2014

Frauenliste kämpft um jede Stimme!

Landkreis Freudenstadt - Das Wahlbündnis "Frauen in den Kreistag" kämpft weiter um jede Stimme

An den Markttagen in Horb und Freudenstadt haben die Kandidatinnen  für die Kreistagswahl jeweils mit originellen Aktionen auf sich und das Anliegen ihrer Liste aufmerksam gemacht. Ziel der Frauenliste ist es, mehr Frauen in den derzeit mit 42 Männern und nur zwei Frauen besetzten Kreistag zu bringen. In allen fünf Wahlkreisen des Landkreises Freudenstadt tritt die Liste "Frauen in den Kreistag" an und hofft auch Wählerstimmen. Die kompetenten und motivierten Frauen haben in den letzten Wochen im gesamten Kreisgebiet bürgernahen Wahlkampf gemacht. Auch in einigen Gemeinden treten Frauenlisten an, um der demokratischen Besetzung der Gemeinderäte aufzuhelfen und durch eine bessere Frauenquote zu einer geschlechtergerechteren Politik zu verhelfen. Morgen wird die Frauenliste auf dem Freudenstädter Flohmarkt noch einmal auftreten.


10. Mai 2014

Die Aktion Bodenzeitung in Horb am Neckar: jede/r Passant/in kann Wünsche, Anregungen oder Meinungen für die Frauenliste auf der Bodenzeitung hinterlassen. Darüber freuen sich die Kandidatinnen der Frauenliste Stefanie Eberhard, Magdalena Gajewa-Kowalski, Brigitte Ohagen und Andrea Reihing (von links). Foto: Brigitte Ohagen


 

 










8. Mai 2014

VIP-Walk in Loßburg

Kandidatinnen der Frauenliste mit den Schirmherrinnen des Müttergenesungswerkes July und Schmid

Antje Becker, Tülay Schmid, Barbara Altendorf-Jehle, Edeltraud July, Cornelia Müssigmann (von links). (Foto: Beate Gernsheimer)

9. Mai 2014

Kandidatinnen gefragt beim "Speeddating"

Freudenstadt - Kandidatinnen verschiedener Parteien und Wahlbündnisse für die Kreistags- und Kommunalwahl am 25.Mai haben die Gelegenheit genutzt, miteinander und mit interessierten Bürgerinnen im Café Pause ins Gespräch zu kommen.

Auf Einladung des Frauennetzwerks Region Freudenstadt e.V. konnten sie in auf fünf Minuten begrenzten Kurzgesprächen ihre Motive und politischen Vorstellungen diskutieren.

Nach einigen Runden der Zweiergespräche ging das erste "Speeddating" in Freudenstadt in muntere und ergiebige Gruppengespräche über, von Tanja Wetzel, Chefin im Café Pause und Vorstand im Frauennetzwerk, bestens versorgt mit Häppchen und Getränken. Einig war man sich, dass dem nächsten Kreistag wesentlich mehr Frauen angehören sollten und  auch in den Gemeinderäten im Kreis durch eine höhere Frauenquote eine bessere Politik für alle gestaltet werden kann. Noch sind im Freudenstädter Kreistag nur zwei Frauen neben 42 Männern vertreten. Der Landkreis Freudenstadt ist damit Schlusslicht in Baden-Württemberg. Deshalb freut sich das Frauennetzwerk, dass inzwischen auf den meisten Wahllisten Kandidatinnen zu finden sind, oft auch auf den vorderen Plätzen. Um die Frauenquote zu fördern, hat sich eine reine Frauenliste "Frauen in den Kreistag" als Wahlbündnis formiert. Wer sicher sein will, dass seine Stimmen auf jeden Fall einer  Frau zugute kommen, ist hier bei der Kreistagswahl richtig.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

3. Mai 2014

Traude Mitzel und Monika Kranz haben in Freudenstadt Plakate für die Frauenliste aufgehängt

  

 

 

26. April 2014

Stand der Frauenliste auf dem Flohmarkt in Freudenstadt.

Im Angebot unter anderem: Kleider, Schuhe, Handtaschen, Bücher und viel mehr...

Ganz herzlichen Dank an alle, die aktiv mit gewirkt haben!

Die nächste Gelegenheit, uns auf dem Flohmarkt zu treffen, schon am:

Samstag, 24. Mai 2014 von 08:00 –16:00 Uhr

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Foto: Gerda Müller-Häcker, Dagmar Bainton, Melanie Heinzelmann

 

 

 

Dienstag, 22. April 2014 von 08:00 bis 14:00 Uhr

Mit türkischen Spezialitäten sowie Kaffee und vielen selbstgebackenen Kuchen luden die Frauen der Wahlliste Frauen in den Kreistag und das Aleviten Kultur-Zentrum an ihren Stand ein. Zu der Zusammenarbeit der beiden Vereine kam es, weil Nurcan Dogan, Frauen-Vorsitzende und Integrationsbeauftragte bei den Aleviten, auch auf der Frauenliste für die Kreistagswahl kandidiert. Die Frauen freuten sich über den Zuspruch der Bürgerinnen und Bürger und führten manches informative Gespräch. Der Erlös kam zur je zur Hälfte der Wählervereinigung und dem alevitischen Verein zugute.

 

21. März 2014

Achtzig Tage länger arbeiten

Freudenstadt - Achtzig Tage länger müssen Frauen laut Statistik arbeiten, um das gleiche Einkommen zu erzielen, das Männer bereits am 31.Dezember erreicht haben.

Der "Equal Pay Day" als Tag des gleichen Einkommens markiert dieses Datum. In diesem Jahr fiel der Tag der Entgeltlücke auf den 21.März.

Am vergangenen Freitag organisierte wieder das Frauennetzwerk Freudenstadt eine Aktion auf dem Freudenstädter Marktplatz. Bei Sonne und Wind, Kaffee und Kuchen kamen die Vertreterinnen des Frauennetzwerks mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch. Mit dabei auch Kandidatinnen der Frauenliste "Frauen in den Kreistag"  für die Kreistagswahl am 25.Mai 2014, denen die Belange von Frauen besonders am Herzen liegen.

Mehr zum Thema:

Internationaler Aktionstag für die Entgeltgleichheit bei Männern und Frauen: Equal Pay Day. Schwerpunktthema „… und raus bist Du? Minijobs und Teilzeit nach Erwerbspausen“

  

Bereits zum achten Mal fand 2014 der Equal Pay Day statt - der Tag für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männer. Rechnerisch ist der 21. März 2014 der Tag, an dem Frauen in Deutschland endlich genauso viel Geld in der Tasche haben, wie Männer schon am Ende des Vorjahres. Frauen müssen also knapp drei Monate länger arbeiten, um das gleiche Einkommen zu erzielen wie Männer.

Die Initiative für gleiche Bezahlung – Equal Pay Day – entstand in den USA. Die Business and Professional Women (BPW) Germany griffen die Idee der Red Purse Campaign auf, starteten 2007 die Aktion Rote Tasche und dann den bundesweiten Equal Pay Day. Die roten Taschen stehen seither für die roten Zahlen in den Geldbörsen der Frauen und haben sich als Symbol für den geschlechtsspezifischen Lohnabstand etabliert.

Der Grundsatz, wonach Männer und Frauen für gleichwertige Arbeit Anspruch auf gleiches Entgelt haben, ist schon 1957 im Vertrag von Rom festgeschrieben worden. Dennoch liegt das geschlechterspezifische Lohngefälle (das ist der durchschnittliche Unterschied zwischen den Bruttostundenlöhnen von Männern und Frauen in der Wirtschaft insgesamt) in der EU nach wie vor bei 17,1% und in Deutschland sogar bei ca. 22%. Das bedeutet, diese Entgeltlücke führt bei Frauen im Lebensverlauf zu einer Rentenlücke von ca. 58%!

Quelle: Journal zum Equal Pay Day 2012, BPW Germany

Weitere Informationen unter:

www.equalpay.day.de

„2. Atlas zur Gleichstellung  von Männern und Frauen in Deutschland“ www.bmfsfj.de 

 

26. Februar 2014

Frauen in den Kreistag werden immer mehr

Das Wahlbündnis „Frauen in den Kreistag“, das bei der Kreistagswahl am 25.Mai 2014 in allen fünf Wahlbezirken im Landkreis Freudenstadt antritt, findet immer mehr Zuspruch. In zwei Wahlbezirken wurde bereits nachnominiert, im Wahlbezirk Horb wird das am 6. März geschehen. Die politisch interessierten Frauen, die den Kreistag nicht länger als Männerdomäne erleben möchten, rüsten sich für den Dialog mit den Wählerinnen und Wählern. Ein Flyer informiert über den politischen Standort und die Ziele der Frauenliste.

Auch unter www.frauenindenkreistag.de stehen Informationen zur Verfügung und lassen sich Kontakte knüpfen. Außerdem ist die Frauenliste auf Facebook und Twitter im Netz.

Im Wahlkreis I Bad Rippoldsau-Schapbach – Freudenstadt – Seewald treten an: Martina Kober, Barbara Altendorf-Jehle, Monika Stelzer-Podschwadt, Birgit Herrmann, Monika Kranz, Melanie Heinzelmann, Susanne Brückner, Gerda Müller-Häcker, Stephanie Prutschke, Jana Dvorak-Lansloot und Gertrud Mitzel.

Im Wahlkreis II Empfingen – Eutingen i.G. – Horb a.N kandidieren Martina Lachenmaier, Andrea Reihing, Magdalena Gajewa-Kowalski, Brigitte Ohagen, Stefanie Eberhard, Veronika Bauer und Gabriele Schweintzer. Nachnominiert werden hier Annemarie Meyer und Ursula Bähr.
Für den Wahlkreis III Baiersbronn sind nominiert Ursula Walter, Karin Bosch und Heidi Stuber. Im Wahlkreis IV Alpirsbach – Loßburg treten an Magdalena Öhler, Antje Becker, Monika Ostertag, Cornelia Müssigmann, Beate Beilharz und Claudia Schmitt-Neumann. Im Wahlbezirk V bewerben sich Annette Maria Rieger, Anja Bross, Dagmar Bainton, Nurcan Dogan und Anja Reinhard.

Die Kandidatinnen freuen sich auf den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern und sind zuversichtlich, dass es im nächsten Kreistag etwas bunter und vielfältiger zugeht.

 

24. Januar 2014

Frauenliste „Frauen in den Kreistag“ kann in allen Wahlbezirken antreten 

  

Landkreis Freudenstadt – Das Wahlbündnis „Frauen in den Kreistag“ kann zur Kreistagswahl am 25. Mai 2014 in allen fünf Wahlbezirken im Landkreis Freudenstadt antreten. Bei der öffentlichen Wahlversammlung haben sich mehr als 30 Kandidatinnen aufstellen lassen. Bis zum Anmeldeschluss am 27.März können noch Kandidatinnen nachnominiert werden. Die Frauen vom Wahlbündnis werben weiter um Mitstreiterinnen. Frauen, die politisch interessiert sind und auch finden, dass im derzeitigen Kreistag zu wenige Frauen sitzen (zwei neben 42 Männern!), sind beim Wahlbündnis „Frauen in den Kreistag“ richtig. Die Website bietet Informationen auch über die Kandidatinnen und eine Kontaktmöglichkeit. Demnächst gibt es auch einen Flyer, der alle wichtigen Informationen enthält. Die Kandidatinnen werden sich in den nächsten Wochen auch persönlich vorstellen. Beispielsweise auf der Frauenmesse am 8. März, 14 bis 17.30 Uhr in der Luise-Büchner-Schule in Freudenstadt sowie am gleichen Abend in Horb. Auch der Equal Pay Day – der Tag, bis zu dem Frauen arbeiten müssen, um das Gehalt zu beziehen, das Männer schon am Jahresende in der Kasse haben – in diesem Jahr der 21. März – wird auf dem Marktplatz in Freudenstadt Gelegenheit bieten, die Kandidatinnen und ihre Anliegen kennen zu lernen.

  

 

 

19. Dezember 2013

Kreistagskandidatinnen gehen an den Start

Listen werden gefüllt – Mitarbeit jederzeit möglich

Dornstetten – Zur Kreistagswahl am 25. Mai 2014 soll eine wahrnehmbare Anzahl Frauen in den fast ausschließlich männlich besetzten Kreistag des Landkreises Freudenstadt einziehen. Das wünscht sich eine Gruppe politisch interessierter Frauen. Sie sind seit Wochen im gesamten Landkreis unterwegs, um für die fünf Wahlkreise Kandidatinnen zu gewinnen. Jetzt trafen sich die Initiatorinnen in Dornstetten, um die weitere Strategie zu beraten.

Im Wahlbezirk I Bad Rippoldsau-Schapbach – Freudenstadt – Seewald ist die Liste schon ganz gut gefüllt, weitere interessierte Frauen sind aber nach wie vor sehr willkommen. Für Wahlkreis II Empfingen – Eutingen – Horb sowie Wahlkreis III Baiersbronn sind ebenso wie für Wahlkreis IV Alpirsbach – Loßburg noch etliche Plätze zu besetzen. Das gleiche gilt für den Wahlkreis V Dornstetten – Glatten – Grömbach – Pfalzgrafenweiler – Schopfloch – Waldachtal und Wörnersberg. Informationen erhalten Interessentinnen auf der neu eingerichteten Homepage www.frauenindenkreistag.de

Auch in den Arbeitskreisen für politische Inhalte und Öffentlichkeitsarbeit werden Frauen mit Gestaltungswillen gesucht, aber auch jede Menge Unterstützerinnen, Ideengeberinnen, Spenderinnen. Die nächsten Termine sind im Januar 2014: Am 15. Januar, 19 Uhr, Sonneneck, Dornstetten tagt der Arbeitskreis Politische Inhalte, am 16. Januar 2014, 19 Uhr, im Kloster in Horb der Arbeitskreis Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. Am 24. Januar 2014 wird im Sonneneck in Dornstetten die Wahlversammlung stattfinden, bei der die Wählerlisten aufgestellt werden. Informationen zu allen Themen auch im Internet.

 

22. Oktober 2013

Man tut's auch für sich selbst

Seminar „Unser Landkreis braucht Frauen“ in Horb

Wieder volles Haus beim vierten Teil des Seminars „Unser Landkreis braucht Frauen“, das vom Frauennetzwerk Region Freudenstadt sowie dem Landfrauenverband Freudenstadt organisiert und von der Landeszentrale für politische Bildung unterstützt wird. Die Schirmherrschaft hat Landrat Dr. Klaus Michael Rückert übernommen. Ziel des Seminars ist es, Frauen für kommunalpolitische Ämter zu interessieren und ihnen an Beispielen zu zeigen, welche Freuden und Leiden sie erwarten. Dass Frauen im Kreistag von Freudenstadt nur mit Juliane Vees vertreten sind, bedeutet eine Frauenquote von 2,3 Prozent und ist damit einmalig in Deutschland. 

Beim Seminar in Horb zeigten Claudia Gläser, selbstständige Unternehmerin in Horb und Vizepräsidentin des Verbands deutscher Unternehmerinnen, und Elisabeth Schröder-Kappus, Gemeinderätin in Rottenburg, was an öffentlichen Ehrenämtern reizvoll ist. Dass Frauen auch mit Freuden ein Team führen und politisch in ihrem Bereich etwas selbst gestalten mögen, machten die beiden Referentinnen an vielen Beispielen deutlich. „Man tut's auch für sich selbst“, bekannten sie. Denn sowohl die gelungene Ortskerngestaltung mit Einrichtungen für Kinder und alte Menschen kann große Befriedigung schaffen, als auch die Verbandsarbeit, die bessere Chancen und Arbeitsmöglichkeiten für Frauen zum Ziel hat. Die vielfältigen Begegnungen mit interessanten Menschen und neuen Themen machten die kommunalpolitische Arbeit spannend und bereichernd. „Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine Frau, die ihm den Rücken frei hält. Und hinter jeder erfolgreichen Frau? Steht ein Korb ungebügelte Wäsche“, witzelte Schröder-Kappus. Dass die Bügelei richtig verteilt wird und die Sorge um Kinder und alte Angehörige nicht nur Frauensache ist, dazu kann die kommunalpolitische Arbeit eine Menge beitragen.

Der nächste Seminartermin ist der 4. November 2013, 16 Uhr im Kreistagssitzungsraum des Landratsamtes Freudenstadt. Da nehmen die Teilnehmerinnen an der öffentlichen Kreistagssitzung teil und werten die Sitzung anschließend gemeinsam mit Kreisrätin Juliane Vees aus.

 

7. Oktober 2013

Lehrstunde zum „Buch mit den sieben Siegeln“

Beim Seminar „Unser Landkreis braucht Frauen“ gibt Bürgermeister Link Einblick ins kommunale Finanzwesen

Freudenstadt – Bürgermeister Gerhard Link, verantwortlich für die Finanzen der Stadt Freudenstadt und als Kreistagsmitglied auch bestens vertraut mit dem Haushalt des Kreises, gab vor kommunalpolitisch interessierten Frauen Einblick in die Etats von Stadt und Kreis, damit die Haushaltspläne ihren Schrecken als „Buch mit sieben Siegeln“ verlieren. Das Seminar „Unser Landkreis braucht Frauen“, organisiert von Frauennetzwerk Region Freudenstadt und dem Landfrauenverband Freudenstadt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung, will Frauen für kommunalpolitische Ämter interessieren. Es steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Klaus Michael Rückert und hatte bei seinem dritten Workshop die kommunalen Finanzen auf dem Programm. Bürgermeister Gerhard Link, Diplom-Verwaltungswirt und als versierter Herr der Zahlen auch verantwortlich für Kindergärten, Schulen, Bauamt, öffentliche Sicherheit und vieles mehr, gab seinen Zuhörerinnen einen rasanten Überblick über die Rechtsgrundlagen der Kommunalverwaltung, Haushaltsplan jetzt und künftig sowie die Jahresrechnung und die Finanzbeziehungen von Bund, Land, Kommunen und EU. Den Zuhörerinnen schwirrte der Kopf. Link hatte jedoch Trost, dass auch männliche Kreisräte nicht immer alles verstünden. Link: „Wir brauchen mehr Frauen in der Politik. Ich unterstütze Ihr Vorhaben und wünsche Ihnen viel Erfolg“. Und schließlich könne man seinem Haushaltsentwurf auch vertrauen. Das möchten die kommunalpolitisch interessierten Frauen aber doch lieber nicht, sondern wollen sich eher auf gute Vorbereitung stützen und dann die richtigen Fragen stellen.

Den zweiten Teil des Nachmittags bestritt Dorothea Maisch, Stadträtin von Gaggenau und Kreisrätin in Rastatt, selbständige Unternehmerin und Trägerin des Helene-Weber-Preises 2009. Mit diesem nach einer der „Mütter“ des Grundgesetzes benannten Preis, den sie als erfolgreiche Nachwuchspolitikerin erhielt, hat Dorothea Maisch einen frauenpolitischen Stammtisch begründet. Sie hat als „Stimmenkönigin“ bei der letzten Kommunalwahl den Fraktionsvorsitz übernommen und das Amt des stellvertretenden Bürgermeisters ihrer Gemeinde. Sie referierte über Macht und Führung und hat auch nach neun Jahren in der Kommunalpolitik noch jede Menge Spaß an ihren Ehrenämtern. „Man entwickelt sich auch persönlich weiter“ ist ihr Fazit. Sie gab freimütig Tipps aus der Praxis und Beispiele für erfolgreiche Themensetzung.

 

Seminar „Unser Landkreis braucht Frauen“

 
Download

 

23. September 2013

Seminar „Unser Landkreis braucht Frauen“ gut gestartet
Freudenstadt - Auf dieses „Alleinstellungsmerkmal“ könnte der Landkreis Freudenstadt gut verzichten: Bundesweit ist er der Landkreis mit der geringsten Frauenbeteiligung – einer einzigen Frau im Kreistag neben 43 Männern. Auch aus diesem Grund hat Landrat Dr. Klaus Michael Rückert sich gern bereit erklärt, für ein Seminar für Frauen zur Kommunalwahl im Mai 2014 die Schirmherrschaft zu übernehmen. Das Seminar unter dem Titel „Unser Landkreis braucht Frauen“ ist in jüngerer Zeit die dritte Veranstaltung dieser Art und wird vom Frauennetzwerk Region Freudenstadt sowie dem Landfrauenverband Freudenstadt veranstaltet und von der Landeszentrale für politische Bildung unterstützt.

Bei der Auftaktveranstaltung im Kreistagssitzungssaal des Landratsamtes betonte Rückert, es sei sein großer Wunsch, wenn Kreisrätin Juliane Vees im nächsten Kreistag um weitere Frauen „ergänzt“ würde. Kreistagsarbeit sei manchmal frustrierend, bringe aber auch viel Befriedigung, betreffe sie doch das ganz konkrete Lebensumfeld der Bürgerinnen und Bürger. Demokratie heiße, sich in seine eigenen Angelegenheiten einzumischen. Und da in der Gesellschaft Männer und Frauen gleich zahlreich sind, sei auch eine entsprechende Partizipation in den kommunalen Gremien wünschenswert. Dem Seminar mit seinen vielen interessanten Vorträgen und Workshops wünschte er einen guten Verlauf.

Juliane Vees, seit 1999 Mitglied des Kreistags und inzwischen einzige Frau, berichtete über Struktur und Kursangebot des Landfrauenverbands und die Ziele des Seminars: Mehr Frauen für die Mitarbeit in kommunalen Gremien zu gewinnen und sie zu ertüchtigen, dort auch mutig die Interessen ihrer Wählerinnen und Wähler wahrzunehmen. Sie forderte auf, Werbung für das kommunalpolitische Engagement von Frauen zu machen, Frauen bei der nächsten Kommunalwahl im Mai 2014 auch zu wählen, damit mehr weibliche Perspektiven die Entscheidungen über die alltäglichen Lebensumstände bestimmen.

Ingeborg Belschner und Monika Stelzer-Podschwadt als Vertreterinnen des Frauennetzwerks betonten, dass derartige Seminare „normalerweise“ von den Gleichstellungsbeauftragten der Gemeinden organisiert würden. Da es eine solche Stelle weder in der Stadt Freudenstadt, noch im Landkreis gebe, sei es nun eben wieder durch ehrenamtliches Engagement vorbereitet worden. Umso mehr freuten sich beide, dass die notwendige Teilnehmerzahl erreicht wird.

Sabine Eisele, beim Landratsamt u.a. für die Organisation der Kreistagssitzungen verantwortlich, schilderte präzise und kompetent die Aufgaben des Kreistags und des Gemeinderats, stellte die Pflicht- und die freiwilligen Aufgaben dar, benannte die rechtlichen Grundlagen, auf denen Landrat, Kreistag, Gemeinderat und die untere staatliche Verwaltungsbehörde des Landes tätig werden. Auch die Rechte und Pflichten der Kreisräte kamen nichts zu kurz, und Sabine Eisele erhielt für ihr kurzweiliges, höchst informatives Referat begeisterten Beifall. Auch Landrat Rückert folgte aufmerksam ihren Ausführungen und kommentierte mit weiteren Beispielen aus dem politischen Leben.
Beim Büfett von Tanja Wetzel, Vorstand im Frauennetzwerk und Inhaberin des Café Pause, setzten die Teilnehmerinnen ihre angeregte Diskussion fort. Sie waren sich einig, dass dies eine gelungene Auftaktveranstaltung gewesen ist. Am Samstag, 28. September 2013, 14 bis 17.30 Uhr, geht das Seminar weiter im Gasthaus Schwanen in Freudenstadt mit einem Workshop von Evelyn Großhans, Diplom-Supervisorin aus Offenburg, unter dem Titel „Auf mich kommt es an“. Anmeldungen können noch vorgenommen werden bei Brigitte Ohagen, www.frauennetzwerk-freudenstadt.de
. Die Teilnahmegebühr beträgt 70 Euro, für Mitglieder der beiden Frauenverbände 50 Euro.

 

16. September 2013

Kommunalpolitik ist auch Frauensache
Frauen sind in den kommunalen Parlamenten eine echte Minderheit. Im Kreistag von Freudenstadt sitzt neben 43 Männern gar nur eine einzige Frau - trauriger Rekord bundesweit! Diesem Missstand abhelfen soll das Seminar „Unser Landkreis braucht Frauen“, das am Donnerstag, 19. September 2013 um 19 Uhr im Sitzungssaal des Landratsamts Freudenstadt mit einer Auftaktveranstaltung startet. Veranstaltet wird das Seminar vom Kreislandfrauenverband Freudenstadt und dem Frauennetzwerk Freudenstadt in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Stuttgart. Es steht unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Klaus Michael Rückert und soll Frauen Mut machen, für kommunale Gremien zu kandidieren. Die nächste Kommunalwahl steht am 25. Mai 2014 an. Bis dahin werden an fünf Terminen (28. September, 4. Oktober, 21. Oktober und zwei weiteren Termine im Frühjahr 2014, die noch bekannt gegeben werden) Workshops, Vorträge und Diskussionen das „kleine Einmaleins“ der Kommunalpolitik vermitteln. Gemeinde- und Kreisräte und -rätinnen berichten von ihrer Arbeit. Das Seminar ist offen für alle Frauen, unabhängig von ihrer politischen Heimat, eine Mitgliedschaft in den Vereinen ist nicht erforderlich. Anmeldungen zur Auftaktveranstaltung und zum Seminar sind noch möglich bei Brigitte Ohagen
info@frauennetzwerk-freudenstadt.de

 

19. Juli 2013

Einladung zur Gründungs-Versammlung der Frauenliste am Freitag, 19. Juli 2013, um 19.30 Uhr in Horb, Kloster am Marktplatz 28

Liebe Frauen, liebe Unterstützerinnen der Frauenliste, liebe Kandidatinnen in spe,

es ist so weit, wir nehmen die Gründung der Frauenliste in Angriff!

Der Landkreis Freudenstadt soll nicht länger bundesweit das Schlusslicht sein, was die Beteiligung von Frauen an Kreistagsentscheidungen angeht. Nur eine Kreisrätin neben 43 Kreisräten ist zu wenig. Eine Frauenquote von 2,3 Prozent im Kreistag entspricht nicht dem Geschlechterproporz der Gesellschaft, und ist kein reales Abbild der Bevölkerung.

Um eine angemessenere Repräsentanz des weiblichen Teils der Bevölkerung auf den Weg zu bringen, haben Frauen aus dem Frauennetzwerk Freudenstadt sich entschlossen, eine Frauenliste für die nächste Kreistagswahl im Mai 2014 aufzulegen.

Interessierte Mitstreiterinnen, die diesen Gedanken unterstützen und vielleicht auch eine Kandidatur anstreben, sind herzlich willkommen. Wir brauchen viele gute Ideen. Und wir brauchen viele Mitstreiterinnen, die für die Frauenliste im Landkreis Werbung machen, die unser Anliegen in Vereine, Organisationen und Gruppierungen tragen. 

Bei der bevorstehenden Gründungsversammlung wollen wir unsere Absicht noch einmal bekräftigen. Das Organisationsteam soll den offiziellen Auftrag erhalten, die Liste zu gründen.

Aus den vielen bereits eingegangenen Vorschlägen werden Name und Logo für die Frauenliste gewählt. Die schon gegründeten Arbeitsgruppen können noch Verstärkung gebrauchen. Wir freuen uns auf Ihre Beteiligung.

Sie sind herzlich eingeladen, bei der Frauenlisten-Gründung am Freitag, 19. Juli 2013, um 19.30 Uhr im Horber „Kloster“, 72160 Horb am Neckar, Marktplatz 28, dabei zu sein. Helfen Sie mit, unser Ziel zu verwirklichen. Es heißt „Mehr Frauen in den Kreistag“!

 

 

Frauen in den Kreistag

für mehr chancengleichheit